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Die Klosterbrennerei in Neuzelle ist mit 150 Anteilen die wahrscheinlich kleinste Aktiengesellschaft Deutschlands und zudem auch die östlichste deutsche Verschlussbrennerei. Ihre Geschichte geht auf das kleine Gasthaus "Newe Krug vorm Closter", dem heutigen Landhaushotel "Prinz Albrecht".


Destillation

Die Destillation als Verfahren zur Trennung von Stoffen ist schon vor unserer Zeitrechnung bekannt. Im deutschsprachigen Raum tauchten um 1500 erste Bücher über das Destillieren auf. Oft verwendete man Wasser als Trägermedium, um Auszüge aus verschiedensten Pflanzenteilen zu gewinnen. Später setzte man auch auf Alkohol zur Extraktion und entdeckte das Brennen mit Obst oder Wein.

In Klöstern wurden Kräuter angebaut oder gesammelt, woraus man auch Tinkturen herstellte. Wegen der teilweise sehr starken Bitterstoffe gab man den Auszügen Zucker dazu, um sie genießbar zu machen. Offensichtlich zu viel, denn alsbald wurden die Tinkturen zum Genussmittel. Sie gelten daher als Vorfahren der Kräuterliköre.

Die Wiederbelebung der Brennkunst Neuzelles

Neuzelle lag bis in das 19 Jhd. hinein an einer wichtigen Poststraße und benötigte entsprechende Beherbergung und Kost, sowohl für Durchreisende, als auch für Einheimische. 1589 errichtete das Kloster ein Gasthaus, welches passenderweise den Namen "Newe Krug vorm Closter" trug. Später erhielt es den Namen Prinz Albrecht bzw. Sportlerklause. Das Gasthaus wurde stets an einen Krüger verpachtet und besaß sowohl Brau- als auch Brennrecht. Hier liegen die Wurzeln der Tradition des Brennens von Neuzelle.

Frankfurter Straße in den zwanziger Jahren

1997 wurde mithilfe von 150 Aktionären die Neuzeller Klosterbrennerei Aktiengesellschaft - die wahrscheinlich kleinste Aktiengesellschaft Deutschlands - gegründet. Die Gesellschaft knüpfte an die Tradition der Branntweinherstellung an und es entstand die östlichste deutsche Obstverschlussbrennerei. Unter der Führung des damaligen Pächters des "Prinz Albrecht", Hr. Ulrich Krosch, wurden schon kurz nach Errichtung zahlreiche Preise bei internationalen Wettbewerben errungen.

Nachdem der Hotelier sich aus Neuzelle zurückgezogen hatte, blieb die Brennerei zunächst ungenutzt. Seit 2004 ist Nico Petri der Destillateur der Neuzeller Klosterbrennerei und bis heute sind der Brennerei eine Vielzahl der ursprünglichen Aktionäre treu geblieben. Sie unterstützen mit ihren Anteilen den weiteren Weg des Unternehmens.

Gegenwart

Die Neuzeller Klosterbrennerei führt eine jahrhundertealte Tradition fort. Es wird viel Wert auf die klassischen Herstellungsformen gelegt. Wir pflegen eine starke Zusammenarbeit mit regionalen Partnern. Gleichzeitig haben sich aber auch viele internationale Kontakte, sowohl auf Lieferantenseite, wie auch auf Kundenseite entwickelt.

Es werden regionale aber zum Teil auch überregionale Rohstoffe verarbeitet, denn nicht alle erforderlichen Zutaten können wir in der gewünschten Menge oder Qualität im regionalen Umfeld bekommen. Das Kernportsortiment sind Brände, Geiste und Liköre, aber auch Spezialitäten wie Absinthe, Whiskey, Aquavit und Gin. Die Besinnung auf traditionelle Herstellungsformen und die Ruhe und Sorgfalt, mit der bei uns Produkte entstehen, das ist eines der wichtigsten Elemente unserer Unternehmensphilosophie.

Wir messen uns jährlich beim international beachteten und sehr renommierten World Spirits Award, bei dem unsere Spitzendestillate bereits insgesamt 18 Prämierungen, davon elf Gold- und fünf Silbermedaillen, erhalten haben.

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